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der Bruch des Witka-Stausee
- der Witka-Stausee wurde in den Jahren 1958 bis 1962 gebaut, um die Brauchwasserversorgung des neu entstandenen Kohlekraftwerkes in Turow zu sichern
- die Witka (dt. Wittig) entspringt am Iserkamm und ist ein ruhiger Fluss der selten Hochwasserschäden angerichtet hat
- schon seit vielen Jahren wurden bei nahendem Hochwasser in der Witka die Schleusen am Wehr etwas mehr geöffnet um Platz für die kommenden Wassermassen geschaffen. So kam es immer wieder zu kurzfristigem Hochwasser in der Neiße, dass aber oft auf den Neißewiesen vor Görlitz verlief
- im August 2010 war es aber anders: die Witka brachte am 07.08.2010 so viel Wasser, dass obwohl seit 14.30 Uhr die Schleusen geöffnet wurden (und ab 15.50 Uhr total offen waren), die Wassermassen ab 17.20 Uhr die Krone der Staumauer überwunden hatten (Anstieg im Stausee innerhalb von ca. 90 Minuten um 1,70 Meter!)
- ab 15.30 Uhr wurden die polnischen Behörden informiert, leider leiteten diese die wichtigen Informationen erst gegen 18.30 Uhr an Deutschland weiter
- das Wasser bewirkte, dass der Damm auf der Seite in Richtung Neiße (Dt.) ausgewaschen wurde. Der Damm bestand im Kern nur aus Sand, der vom Wasser ausgespült wurde und nach etwa einer halben Stunde (also gegen 18.00 Uhr) durchbrach das Wasser an einigen Stellen die Stauwand und ergoss sich in Richtung Neiße
- die Bewohner in nächst anliegenden Ort Radomierzyce (dt. Radmeritz) konnten sich retten, es ist aber ein Feuerwehrmann in den Fluten umgekommen
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