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  Naturschutz am Berzdorfer See

  Am zukünftigen Berzdorfer See gibt es zwei Gebiete die unter Schutz gestellt wurden:

   - die geschützte Kirschallee

Kirschen 2010_e
  

- und das Naturschutzgebiet "Rutschung P".

  Die Kirschallee wurde 1938 beim Bau der Ortsverbindungsstraße von Friedersdorf nach Tauchritz  
  mit angelegt.
  Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen wurden mehr als einhundert Süßkirschbäume als 
  Straßenbegleitung links und rechts der Straße gepflanzt.
  Mehrere Jahrzehnte wurden die Kirschen geerntet und die Bäume wuchsen zu beachtlicher Größe.
  Im Jahr 1994 wurden die Süßkirschbäume als "Geschützte Allee" unter Naturschutz gestellt (auch jetzt
  kann man noch ein paar Kirschen essen).
  Im Herbst 2004 wurden durch Initiative der Gemeinde Markersdorf viele Lücken mit jungen
  Süßkirschbäumen nachgepflanzt.


  Ein besonderes Erlebnis ist die jährliche Kirschblüte, die vor dem sich langsam füllenden See noch
  beeindruckender wird: 

    Rutschung "P"


    Mit Beginn des Kohleabbaus im Tagebau kam es immer wieder zum Abrutschen von Erdmassen aus den Hängen rings um den Tagebau. Es gab aber auch Einbrüche im Tagebau.

    Die größte Rutschung in diesem Tagebau und sogar im gesamten Deutschland begann im Herbst 1980 und konnte erst mehr als 10 Jahre später gestoppt werden.
    Insgesamt bewegten sich mehr als 100 Mill. m³ Erdmassen ca. 300 m in östliche Richtung, dadurch kam es zu Schwelbränden in den darunter liegenden Kohleschichten.

    Durch diese Rutschung blieb die gesamte Hanglage seit 1980 ohne wesentliche Beeinflussung.

    Im Juni 2004 wurde das Gebiet der Rutschung "P" mit einer Fläche von ca. 112 ha als zukünftiges Naturschutzgebiet sichergestellt.

    In diesem Gebiet wurden 17 gefährdete Pflanzenarten, 52 Vogelarten, 8 Amphibien- und 5 Reptilienarten (u.a. Kreuzotter, Ringelnatter, Kammmolch und Laubfrosch) nachgewiesen.

     Blicke auf die Rutschung “P”:

Rutschung P der Anfang der Rutschung

letzte Änderung: 17.02.2012